Vereinsgeschichte

Latücht-Chronik

vereinsgruendung

Vereinsgründungsurkunde

Die Kultur der Vierlande ist in ihrer Art einzigartig.
„Vierlandens gewachsene Kulturwerte dürfen nicht verloren gehen!“
Das ist bis heute unser Motto!

So ähnlich dachten aber auch schon die Gründer unseres
Vereins, die sich beim Start an „all de Lüüd, de wat vun de oole Veerlanner Oort hoolt “, gewandt hatten.

1987
Am 9. November 1987 fanden sich im damaligen „Gasthof Stadt Hamburg“ in Curslack Günter Dahm, Ernst Korth, Ulrich Köther, Reinhardt Reymers, Werner Schröder, Hermann Timmann und Rolf Wobbe zusammen, um einen Verein mit dieser Zielsetzung ins Leben zu rufen. Die erste Vorstellung in der Öffentlichkeit fand am 8. Dezember unter Teilnahme des damaligen Kultursenators Ingo von Münch im Rahmen eines „Vierländer Abends“ statt. Eine ähnliche Veranstaltung folgte am 17. Dezember mit Wahlen. Erster Vorsitzender wurde Ulrich Köther. Der neu gegründete „Kulturkreis-Verband Vierlande (KKVV)“ wollte ein Dachverband für Vierländer Kultur sein. Neben Einzelmitgliedern traten bald auch mehrere Vierländer Vereine in den KKVV ein. Die Arbeit begann zunächst gegliedert in Sparten, die sich speziellen Bereichen widmeten, z. B. Kulturdenkmäler, -handwerk, Tanz und Folklore, Landschaft und Natur“. Einige Schwerpunkte aus damaliger Zeit haben sich kaum verändert erhalten.

1988
bereits besuchte eine Abordnung in Vierländer Tracht den Neujahrsempfang im Hamburger Rathaus und wünschte den Bürgermeistern alles Gute zum neuen Jahr.

1989
Seit 1989 gibt es die von Gerd Nissen initiierte, alljährlich in den Vierländer Kirchen stattfindende Veranstaltung „Wiehnacht’n is bald“.

1990
erblickte unsere Vereins-Zeitschrift „De Latücht“ das Licht der Welt und erwies sich schnell als eine bis heute im ganzen Landgebiet und in Bergedorf beliebte Lektüre. Sie wird auch in weiter Ferne, z. B. in Südafrika, Australien und Kanada gern gelesen.

1991
übernahm Carsten Timm den Vereinsvorsitz. Unter seiner Ägide wurde eine am Horster Damm entdeckte alte Kate angemietet und teilweise renoviert. Der Wunsch eines eigenen Domizils bestand von Anfang an. Die Kate sollte zur Unterbringung des Archiv-Materials dienen, und man wollte dort Vorstands-sitzungen und Veranstaltungen durchführen.

1993
Da Carsten Timm aus gesundheitlichen Gründen 1993 ausscheiden musste, führten zunächst Rolf Wobbe und später Pastor Rolf Kiehn als Vorsitzende die Vereinsangelegenheiten weiter

1996
veranlasste Hermann Timmann als neuer Vorsitzender auf Beschluss des Vorstandes eine umfassende Umstrukturierung des Vereins. Die Spartenteilung wurde aufgegeben und der Vereinsname wurde nach unserer Zeitschrift in „Vierländer Kultur-und Heimatverein „De Latücht“ e.V. v. 1987“ umbenannt. Neben kulturellen Vortragsabenden und Ausstellungen fanden jetzt auch Bustouren (z. B. zur Halbinsel Eiderstedt) sowie Fahrradtouren innerhalb Vierlandens ( z.B. „vun Kark to Kark“ mit Werner Schröder ) statt.

1999
musste Hermann Timmann aus beruflichen Gründen sein Amt aufgeben. Am 5. Februar 1999 wurde Hermann Struß neu gewählter Vorsitzender – und ist es bis heute. Viele Aktivitäten aus früherer Zeit wurden übernommen und weitergeführt. So werden heute, meist im Winter-Halbjahr, Vorträge zu verschiedenen heimatkundlichen Themen angeboten. Zum Beisiel:

  • Bild-Reisen entlang der Niederelbe,
  • zu den Schlössern in Mecklenburg und Sachsen-Anhalt mit Ernst Korth,
  • Gerd Hoffmanns „Landkarten von früher“,
  • John Langleys Info-Abend über die Internationale Gartenschau 2013
  • oder früher einer von Werner Schröders beliebten Dia-Vorträgen zu echt Vierländer Besonderheiten aus dem Heimatgebiet , z. B. Eisgang und Eisbrecher auf der Elbe.

Es entstand aber auch Neues: Seit dem ersten Erdbeerfest nimmt die „Latücht“ an dieser Veranstaltung am Rieck-Haus teil. Im ersten Jahr noch mit zwei Sonnenschirmen, aber danach mit einem eigenen Zelt. Neben heimatkundlichen Informationen aus der „Latücht“ gibt es inzwischen für die zahlreichen Besucher ein „Vierlanden-Quiz“, das auf einprägsame Weise Vierländer Besonderheiten weitergibt.

2001
hatte Werner Schröder hatte vorgeschlagen, einen so genannten „Vierländer Klönabend“ zu veranstalten. War er zunächst noch selbst der „Haupt-Leser“, änderte sich das bald. Immer mehr Gäste wollten sich gern als Vorleser plattdeutscher Geschichten beteiligen und damit das Programm durch Lesen, aber auch durch Singen und Musikbeiträge mitgestalten. Der Abend hat bisher jedes Jahr stattgefunden, anfangs in Altengamme, danach in der Kirchwerder „Pastorenscheune“. Er erfreut sich in Vierlanden großer Beliebtheit.

2003
musste die Kate wieder aufgegeben werden, da sie sich für die Vereinsarbeit doch als unzweckmäßig erwies. Auch die laufenden Kosten spielten hier eine Rolle. Das Archiv wurde aufgelöst und schwierig zu lagernde Teile, wie alte Vereinsbanner, wurden im Umtausch gegen historische Bücher an Museen gegeben. Seitdem ist der „Gasthof zum Elbdeich“ von Udo Voß unser Vereinslokal.

2004
Seit 2004 findet jetzt alljährlich auch wieder eine Fahrradtour durchs Heimatgebiet statt. Kernpunkt ist meist die Besichtigung eines besonderen Kultur-Objektes wie eine der Vierländer Kirchen, das Wasserwerk in Curslack, oder z.B. der Betrieb von Bäcker Hintelmann. Die Fahrt führt oft zu Orten und Punkten, die natur-, baukundlich oder von der regionalen Historie her besonders interessant sind.

2005
Seit 2005 ist der Verein weltweit über das Internet erreichbar. Seit 2012 können alle Ausgaben unserer Vereinszeitschrift hier gelesen werden.

2012
feierte der Verein sein 25jähriges Bestehen groß mit einem Kommersabend für geladene Gäste und einem gut besuchten „Vierländer Abend“ mit Musik, Gesang, Geschichten, Sketchen und Vierländer Tänzen.